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Valencia 2. - 4. Juni 2006

Die spanische Rennstrecke Circuit Ricardo Tormo, unweit der Stadt Valencia und benannt nach dem valencianischen Motorrad-Weltmeister, war Austragungsort des zweiten Laufes zur Ferrari Challenge. Mit beein-
druckenden Demonstrationsrunden eröffnete der Scuderia Ferrari Marlboro Testfahrer Marc Gene am Steuer eines F430 Challenge, basierend auf der 8-Zylinder Straßenversion „Berlinetta“, am Donnerstag offiziell das Rennwochenende. Im weiteren Rahmenprogramm starteten die Renn-Oldtimer der Historic Challenge, die Serie der historischen Ferraris, die ab 1999 auch für Maseratis zugelassen ist und eine Auswahl von historischen Formel-1-Rennwagen u.a. mit den Ex-F1-Rennern von Michael Schumacher aus den Jahren 1999, 2001 und 2003.

Das Freie Training auf dem 4005 m langen und extrem kurvenreichen Kurs gestaltete sich schwierig. Teamchef Loris Kessel hatte ein neues, härtes Fahrwerk eingebaut, das Ferrari für alle F430, die in der Pirelli starten, vorgeschrieben hatte. Ein komplett neues Setup mußte daher erarbeitet werden. Die ersten Setup-Einstellung konnten durchaus positiv gewertet werden, mit einer 1.44.383 war Kremer zwar nur ein Zehntel langsamer als der Gewinner der Trofeo Pirelli von 2005, Michael Cullen, aber aufgrund des hochprofessionellen Starterfelds und der eng beianderliegenden Zeiten bewegte er sich mit dieser Zeit nur im Mittelfeld.

In den beiden Qualifikations-Trainings am Samstag vormittag und nachmittag versuchte Kremer mit verschiedenen Setup-Einstellungen an die Spitzenzeiten heranzukommen. Das Feld der hochkarätigen Profi-Fahrer lag sehr eng beianander, teilweise befanden sich sieben bis zehn Fahrer in einer Sekunde. Kremer diagnostizierte starkes Übersteuern in allen Kurven und brach 5 Minuten vor Trainingsende die Sitzung ab, um die Reifen für das zweite Training zu schonen. Mit 2,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze war im ersten Zeittraining nur die 19. Startposition drin.

Im zweiten Training konnte Kremer seine Bestzeit noch um zwei Zehntel verbessern und den Rückstand zur Spitzengruppe auf 1,8 Sekunden verringern. Das Team um Freddy Kremer hatte den Ferrari auf ein härteres Fahrwerk abgestimmt und ermöglichte nun die Verbesserung auf Position 14. In beiden Trainingssitzungen dominierten die professionellen Rennfahrer das Geschehen. Der Schweizer Philip Favre aus dem Rennstall Loris Kessel und der Italiener Christian Passuti, der für das englische Ferrari-Händler-Team an den Start ging, konnten jeweils die Pole Position herausfahren.

Am Sonntag morgen ging das mit 23 Piloten stark besetzte Fahrerfeld bei blauem Himmel und einer leichten Brise auf die 50-minütige Reise. Nach einem sehr guten Start kam Kremer auf Position 18 aus der ersten Runde zurück. Bereits in der 3. Runde verabschiedete sich der Schweizer Max Cattori ins Kiesbett und Kremer verbesserte sich auf Position 17. Danach lief er auf den Schweden Tony Ring auf und versuchte ihn rundenlang zu überholen. Doch der Schwede verteidigte seine Position vehement und ließ Kremer nicht vorbei. Am Ende des ersten Laufs mußte sich Freddy Kremer nach Ausfall des Spaniers Rodrigo mit Platz 16 zufrieden geben. Als Sieger wurde Ange Barde nach 28 Runden abgewunken. Der Franzose sah die Zielflagge 2.8 Sekunden vor dem italienischen Fahrerduo Case-Passuti und dem deutschen Wido Roessler.

Das zweite Rennen wurde um 13.55 Ortszeit am Sonntag gestartet. Die Hitze lag schwer über dem Kurs. Schon auf der Fahrt zur Startaufstellung bemerkte Kremer elektronische Probleme und Ausfall des ABS-Systems. Direkt nach dem Start kam er an die Box um die Fehlermeldung von der Boxen-Crew des Loris Kessel Teams überprüfen zu lassen. Der Chef-Ingenieur versuchte über ein Reset das System neu zu booten und schickte Kremer wieder ins Rennen. Doch der zeitweilige Ausfall aller Gänge und des ABS-Systems zwangen ihn zum erneuten Ansteuern der Box. Hier wurde letztendlich ein Schaden am Radlager festgestellt und Kremer war daher zur Aufgabe gezwungen. Der Siegerpokal ging in zweiten Lauf an das Fahrerduo Case-Passuti, das sich heiße Zweikämpfe mit dem Franzosen Ange Barde lieferte und diesen zusammen mit Teamkollege Ross Kaiser auf den dritten Platz verwies.

Das nächste Rennwochenende findet auf der belgischen Traditionsstrecke Spa vom 23. – 25. Juni statt.