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Nürburgring

F1-Star Michael Schumacher bei den Racing Days

Christa Kinshofer - Präsidentin des Dubai Ski Club

FERRARI RACING DAYS NÜRBURGRING
1. – 3. September 2006



Rund 35.000 Zuschauer pilgerten am Wochenende zu den schon fast legendären Ferrari Racing Days am Nürburgring. Alle zwei Jahre bildet dieses spektakuläre Event die Plattform für einen der sieben Saisonläufe der Ferrari Challenge Trofeo Pirelli. Fast 1000 Straßen-Ferraris bevölkerten über die 3 Tage hinweg das Fahrerlager und boten eine atemberaubende Kulisse für alle Fans der roten Renner. Höhepunkt des Wochenendes war zweifellos der Auftritt von Michael Schumacher, der pünktlich um 14.45 Uhr per Hubschrauber einschwebte. Auf der Start-Ziel-Gerade präsentierte er seinen eigenen FXX, das neueste Produkt der Ferrari Forschungs- und Entwicklungsabteilung, um dann anschließend mit einem Ferrari 599 GTB Fiorano und F2005 einige Rennstarts, schnelle Runden und Donuts zu absolvieren.

Ein straffes Programm wartete bereits am Freitag auf die Piloten der Trofeo Pirelli, die mit zwei Testläufen, einem freien Training und einem Qualifying ganze 150 Minuten auf der Strecke verbringen konnten. Das Kremer Racing Team nutzte die Testläufe am Vormittag für eine Renn-Taxi-Veranstaltung und Freddy Kremer chauffierte 10 Gäste, die auf dem extra eingebauten Beifahrersitz Platz genommen hatten, jeweils 2 Runden um den Kurs.

Am Nachmittag wurde es dann ernst und bereits im Freien Training zeigte sich, daß der Nürburgring ein schwieriges Pflaster für eine optimale Einstellung ist. Das Team probierte verschiedene Dämpfer-und Stabilisatoren-Einstellungen um Freddy Kremer für das erste Qualifying die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Mit nur einer Sekunde Rückstand auf die Spitze schaffte der dann im prominent besetzten Profi-Feld die zwölfte Startposition, im zweiten Qualifying am Samstag vormittag dann sogar die 11. Position.

Das tückische Eifel-Wetter bescherte dann am Samstag Nachmittag pünktlich zu Rennbeginn den ersten Regen und die Rennleitung vergab noch vor dem Vorstart das Prädikat „Regenrennen“ für den ersten Lauf. Noch in der Fahrt zur Startaufstellung stellte Kremer fest, daß es in Teilbereichen der Strecke schon wieder aufgehört hatte zu regnen und beschloß nicht auf Regenreifen zu wechseln. Die Taktik, auf Slicks loszufahren, zahlte sich aus. Obwohl sich die Anfangsphase recht schwierig gestaltete und einige Fahrer sich in die Wiese oder ins Kiesbett verabschiedeten, konnte Kremer nach einem kurzen Rückfall auf Position 14 sich kontinuierlich nach vorne arbeiten und wurde bereits bei Halbzeit auf Position 10 geführt. Nach dem obligatorischen Boxenstopp wurde Kremer heftig von der Spanierin Maria De Villota attackiert, die sich in der Anfangsphase einen Dreher geleistet hatte und nun das Feld von hinten aufrollte. In Runde 21 ging De Villota an Kremer vorbei und kassierte gleich noch Björn Grossmann. Freddy Kremer nutzte die Chance, überholte den jungen Oberndorfer gleich mit und setzt sich an der neunten Position fest.

Mit 1.34.009 fuhr Kremer dann seine persönliche Bestzeit und machte Jagd auf Oliver Morley, der vor ihm auf Platz 8 lag. Kremer konnte den Abstand auf den Briten bis auf 3 Sekunden verringern, doch die Zeit reichte leider nicht mehr, um ihn zu überholen. Somit blieb Position 9 und zwei Punkte als Ausbeute aus dem ersten Lauf.

Das Rennen gewann Wido Roessler, der nach einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Runde an John Bosch vorbeifahren und so für das Tamsen-Team den ersten verdienten Saison-Sieg holen konnte. Der erfolgsverwöhnte Engländer Bosch musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben, gefolgt vom Iren Michael Cullen, der mit 28 Sekunden Rückstand über die Ziellinie fuhr und zu keiner Zeit in den Kampf an der Spitze eingreifen konnte.

Rennen zwei wurde am Sonntag Mittag vor großer Kulisse und fast vollen Tribünen gestartet. Schon am morgen hatte es begonnen, leicht zu regnen und die Prognosen für ein trockenes Rennen waren sehr schlecht. Wiederum entschied sich Kremer auf Slicks zu starten und kam beim Start gut weg. In der zweiten Runde wurde der Regen stärker und Kremer wurde in ein leichten Dreher gezwungen. Er verlor 3 Plätze und kam aus der dritten Runde als 14. zurück. Danach wurde er rundenlang vom Schweden Tony Ring aufgehalten, obwohl Kremer viel schnellere Rundenzeiten fahren konnte. Bei einem erneuten Überholversuch seitens Kremer drängt Ring ihn links in die Mauer und versuchte ein Überholen zu verhindern, indem er Kremer vor der nächsten Kurve abdrängte. Kremer kämpfte sich trotzdem vorbei und bemerkte sofort massivens Untersteuern und Problemen beim Einlenken in Rechtskurven, da die linke Radauf-hängung beim Überholvorgang beschädigt worden war. Nach einem kurzen Positions-wechsel mit Philip Baron konnte sich Freddy Kremer bis auf den zwölften Platz vorar-beiten und diesen bis zur Zielflagge verteidigen.

An der Spitze lieferten sich der 18jährige Henri Moser und John Bosch ein spannendes Duell um Rang 1, welches jäh durch eine Attacke von Michael Cullen beendet wurde. Cullen schnappte sich den jungen Franzosen und verdrängte diesen auf Position drei. Ein 14. Platz im ersten Rennen sowie die vierte Position im zweiten Rennen genügte Tabellenführer Ange Barde zum vorzeitigen Titelgewinn.

Über 60 Gäste des Kremer Racing Teams konnten am Wochenende die spannenden Rennen und das spektakuläre Programm geniessen. Der Dubai Ski Club präsentierte sich am Samstag nachmittag mit einem Champagner-Empfang und sowohl Präsidentin Chista Kinshofer wie auch Geschäftsführer Achim Bullinger vermittelten den Gästen und Rennfahrern aus anderen Teams souverän die interessanten Vorteile einer Mitgliedschaft im Lifestyle-Club. Neben den Kunden und Gästen von Hauptsponsor Capedia AG begrüsste das Kremer Racing Team Raymond Hachtel von der Findex GmbH, Peter Bauer von SVS Immobilien und seine Gäste, Wolfgang Terwart und Christian Barth vom Deutschen Herold, Dr. Ralf Scholz von CDA Consulting, Heike Utler und Sascha Sturm von Technogym und den Fanclub aus Stadtsteinach.

Die beiden letzten Saisonläufe werden im Rahmen des Weltfinales in Monza vom 26. – 29. Oktober ausgetragen. Traditionsgemäß verabschiedet sich dort das Scuderia Ferrari Malboro Team mit den Stamm-Fahrern in die Winterpause und bietet vorher den Fans ein spektakuläres Abschiedsprogramm.