Erstes Auslandsgastspiel der Supersportwagen des ADAC GT Masters in 2011
KREMER RACING HOCHMOTIVIERT AUF DER EHEMALIGEN FORMEL-1-STRECKE
Nicht nur das ADAC Masters Weekend feierte am Pfingstwochenende Premiere in Zolder, auch drei der vier involvierten Serien waren erstmals auf der belgischen Traditionsstrecke am Start. Einzig das Aushängeschild der zuschauerfreundlichen Motorsport-Plattform, das ADAC GT Masters, war hier bereits 2007 angetreten. Aber alle Akteure waren sich am Ende des Wochenendes einig: Die sowohl fahrerisch als auch für das Material herausfordernde Traditionsstrecke in Belgien ist eine Reise wert. 10.500 deutsche und belgische Motorsportfans an der Strecke freuten sich über insgesamt neun sehenswerte Rennen von ADAC GT Masters, ATS Formel-3-Cup, ADAC Formel Masters und ADAC PROCAR.
ADAC GT Masters: Margaritis/Lunardi erobern Tabellenführung zurück
In Zolder eroberten Alexandros Margaritis/Dino Lunardi (GR/F) am Steuer eines BMW Alpina die Tabellenspitze zurück. Sie behielten im Sonntagsrennen trotz heftiger Attacken der Verfolger Albert von Thurn und Taxis/Philip Geipel (Regensburg/Plauen) im Reiter-Lamborghini die Nase vorn. Als Dritte sorgten Kenneth Heyer/Robert Renauer (Wegberg/Jedenhofen) für den ersten Podestplatz eines Mercedes SLS in der „Liga der Supersportwagen“. Bereits am Samstag mischten Margarits/Lunardi als Zweite vorn mit. Gegen die Sieger Ferdinand und Johannes Stuck (A/A) im Reiter-Lamborghini hatten sie aber keine Chance. Platz drei in diesem Lauf eroberten Luca Ludwig/Christopher Mies (Bonn/Heiligenhaus) im ABT-Audi. Damit setzten sie sich über Nacht auch auf den obersten Tabellenrang. Doch am Sonntag blieb das Duo ebenso punktelos wie die ausgefallenen Stuck-Brüder. Jubel auch bei Corvette-Pilot Sven Hannawald (München), der am Sonntag mit Unterstützung von Heinz-Harald Frentzen (Monaco) Dritter der Amateurwertung wurde.
Mit großen Erwartungen und noch größerer Motivation sind Freddy Kremer und Detlef Schmidt nach Zolder gereist. Nachdem beim zweiten Rennwochenende ein eindeutiger Aufwärtstrend zu verzeichnen war, erhoffte sich das Team weitere Punkte in der Gentlemen’s Trophy für das Rennen auf der belgischen Traditionsstrecke.
Im freien Training testete das Duo erstmals eine weichere Mischung aus dem Hause Michelin, die eine Anpassung an Luftdruck und Fahrweise erforderte. Nachdem das Setup für das Qualifying am späten Freitag Nachmittag feststand, machte erneut das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. Ausgerechnet im wichtigen Zeittraining regnete es und erschwerte die Jagd auf eine schnelle Runde. So war für den Starnberger Freddy Kremer nur der 33. Platz drin, für den Deutsch-Schweizer Detlef Schmidt im zweiten Stint nur Platz 32. Bei sonnigem Wetter wurde am Samstag Vormittag der 5. Lauf gestartet. Freddy Kremer, dessen Vorwärtsdrang am Start leicht gebremst wurde aufgrund einiger Mitbewerber, die die grüne Ampel wohl nicht rechtzeitig gesehen hatten, konnte sich bis zum offiziellen Boxenstopp auf Position 30 vorkämpfen. Nach einem vom Team optimal getimten Fahrerwechsel wurde Detlef Schmidt nach seiner ersten Runde schon auf Position 29 geführt. Im Verlauf der letzten Runden kämpfte sich der in Zürich lebende Unternehmer bis auf Platz 27 vor. Ein wenig zu übermütig geworden ob seiner ausgezeichneten Rundenzeiten verbremste er sich jedoch in der vorletzten Runde und mußte seinen ärgsten Verfolger im Porsche 911 GT3 ziehen lassen. Am Ende des Tages konnte Detlef Schmidt mit Position 28 wiederum ein für das Gentlemen Driver Duo Kremer/Schmidt beachtliches Ergebnis einfahren.
Im zweiten Rennen am Sonntag Mittag übernahm zunächst Detlef Schmidt das Steuer und brachte den Ferrari Scuderia von der 32. Position aus in Stellung. Bereits kurz nach dem Start hatte er sich sensationell auf Position 29 katapultiert , doch wegen des Unfalls im vorderen Starterfeld, der jäh einen Lamborghini und einen Audi aus dem Rennen riss, wurde das Feld hinter dem Safety Car wieder zusammengezogen und der Vorsprung auf die Verfolger wieder relativiert. An Position 28 liegend gab Schmidt 20 Runden später an Freddy Kremer ab. Dieser kämpfte sich mit ausgezeichneten Rundenzeiten, die durchschnittlich nur 2 Sekunden vom vorderen Mittelfeld entfernt waren, bis auf Platz 26 nach vorne. Auch ein Verbremser, ausgelöst durch nachlassende Reifen gepaart mit hoher Reifentemperatur konnten an diesem Ergebnis schlußendlich nichts mehr ändern.
Freddy Kremer und Detlef Schmidt haben vor 10.500 Zuschauern und zahlreichen Gästen und Sponsoren des Teams und vor dem Hintergrund eines hochqualifizierten Starterfelds wiederum eine beachtliche Leistung abgeliefert. Auch im dritten Rennen in Folge sind dank des motivierten Einsatzes von Kessel Racing und der professionellen Vorbereitung des Ferrari Scuderia in Lugano keine Schäden oder technische Defekte aufgetreten. Das nächste Rennwochenende findet bereits in zwei Wochen im belgischen Spa im Rahmen der International GT Open statt.
Unsere Gäste in Zolder
Concordia Versicherung - Thomas Hänselmann und Gäste
Swiss Finance Asset Management & Trust AG – Tamara Gruznowa und Gäste
Young Driver Talent Jonas Giesler (Scirocco –R-Cup) mit Familie
TV-Berichterstattungen auf kabel eins und SPORT1
TV-Zusammenfassungen der Ereignisse in Zolder zeigen „kabel eins“ (13. Juni, 01.50 Uhr) sowie „SPORT1“ (18. Juni, 11.45 Uhr). „MotorsTV“ strahlt die Rennen des ADAC GT Masters als Aufzeichnungen in voller Länge aus (21. Juni, 00.15-02.30 Uhr und 07.00-09.15 Uhr, 23. Juni, 11.15-13.30 Uhr).