ZWEI TOP TEN ERGEBNISSE FÜR FREDDY KREMER AM NÜRBURGRING
Die International GT Open bestritt am Wochenende ihren einzigen Auftritt in Deutschland und gab gleichzeitig ihr Debüt mittendrin im Mythos Nürburgring. Die spanischen Serienbetreiber waren einer Einladung des AvD gefolgt und trugen den zweiten Lauf der Saison im Rahmen des AvD-Race-Weekends aus. Inmitten einer hochkarätigen Motorsportlandschaft boten die Rennboliden der GTS und Super-GT-Kategorie wieder Rennsport vom Feinsten mit spannenden Rad-an-Rad-Kämpfen und spektakulären Überholmanövern.
Neuer Teamkollege
Freddy Kremer trat am Nürburgring mit Brian Lavio als neuen Team-kollegen an. Der 26-jährige Schweizer aus dem Tessin war bis vor einem Jahr noch sehr erfolgreich in der Rallye-Weltmeisterschaft unterwegs, konzentriert sich aber nach einem schweren Unfall ab dieser Saison auf den GT-Sport.
Freie Trainings & Qualifying
Trotz vorhergesagter Regenschauer blieb es in der Eifel trocken und die beiden freien Trainings konnten ohne die üblichen Wetterkapriolen durchgeführt werden. Diesmal hinderten keine Getriebeprobleme die beiden Fahrer und die jeweils einstündigen Trainingssitzungen wurden daher ausgiebig für verschiedene Setup-Einstellungen genutzt. Beide Piloten fuhren nahezu identische Rundenzeiten und bestätigten somit ein enorm wichtiges Element für einen erfolgreichen Rennverlauf, nämlich eine ausgeglichene Fahrerpaarung.
Im ersten Qualifying am Freitag Nachmittag konnte sich Brian Lavio mit seiner Bestzeit von 2.02.203 den dritten Startplatz erkämpfen und musste sich nur seinem Kessel-Teamkollegen Lorenz Bontempelli auf Platz 1 und dem Franzosen Jean Philippe Dayraut, ebenfalls auf Ferrari Scuderia, auf Platz 2 knapp geschlagen geben.
Freddy Kremer haderte im zweiten Qualifying am Samstag Vormittag mit den stark gesunkenen Temperaturen am Nürburgring. Die Reifen kamen viel zu spät auf Temperatur und bescherten Kremer, der sich gegenüber seinen Zeiten aus dem Freien Training zwar nochmals um 1 Sekunde steigern konnte, nur den neunten Startplatz.
Rennen 1 und 2
Im ersten Rennen am Samstag Nachmittag fuhr Brian Lavio den Start. Schon gleich in der ersten Kurve gab es auf den vorderen Startplätzen einen harten Kampf um die Positionen. Brian musste zurückstecken, um nicht einen frühen Ausfall oder Crash zu riskieren und verlor einige Plätze. Bis in Runde vier kämpfte sich Brian Lavio auf Position sechs zurück, musste aber zwei Runden später den Routinier und schnellsten Porsche-Fahrer im GT3-Feld, Thomas Gruber vorbeilassen. Auf dieser Position fand dann in Runde 17 der Fahrerwechsel statt. Freddy Kremer verteidigte Position 7 hart aber fair und mit ausgezeichneten Rundenzeiten bis zum Fallen der Zielflagge. Die Mission Top Ten war für das erste Rennen somit erfolgreich gelungen.
Rennen Nr. 2 wurde am Sonntag Mittag um 13.05 Uhr gestartet. Ein Regen-schauer war kurz zuvor über der Nürburg und der Rennstrecke nieder-gegangen und sowohl Wind und Wolkenformationen über der Eifel ließen nichts Gutes erwarten. Die Piloten wurden daher allesamt mit Regenreifen in die Startaufstellung geschickt. Jetzt hieß die Strategie: auf Regenreifen bleiben und bei einsetzendem Regen einen Vorteil haben oder auf Slicks wechseln und hoffen, dass kein Regen kommt. Die Teamentscheidung fiel auf Regenreifen, obwohl Freddy Kremer lieber auf Slicks losgefahren wäre. Der erhoffte Regen kam nicht und Kremer wechselte dann 2 Runden nach dem Start auf Slick-Reifen. Dadurch fiel er auf den 11. Platz zurück, kämpfte sich dann bis zum obligatorischen Fahrerwechsel auf Position 10. Brian Lavio übernahm ohne Probleme und baute seine Position weiter aus. Er wurde schlussendlich auf dem siebten Platz abgewunken und vervollständigte somit den exzellenten Gesamteindruck der neuen fränkisch-tessinischen Fahrerpaarung Freddy Kremer- Brian Lavio.
Ein Vergleich der Rundenzeiten zum Vorjahr hat gezeigt, dass Freddy Kremer in dieser Saison mit dem Ferrari Scuderia wesentlich schneller unterwegs ist und trotz Verschärfung der F1-Schikane, die im Vorjahr noch im vierten Gang, in diesem Jahr aber im zweiten Gang gefahren wird, mehr als 2 Sekunden aufholen konnte. Die aggressiven Fahreigenschaften des Scuderia kommen dem Stadtsteinacher also mehr entgegen und er ist damit in der Lage, sein Rennpotential noch besser auszuschöpfen.
Für das nächste Rennen in Imola vom 21. – 23. Mai erhoffen sich beide Fahrer eine weitere Steigerung in der Top Ten und sehen dem Rennen auf dem F1-Kurs in Italien hochmotiviert entgegen.