3. Platz GT3-Wertung in Monza
Freddy Kremer mit Teamkollege Brian Lavio
MONZA – ERFOLGREICHES PFLASTER FÜR KREMER RACING
Die traditionsreiche Rennstrecke mitten im Königlichen Park zu Monza war wieder einmal Gastgeber für das actiongeladene Rennwochenende der International GT Open, die als Hauptveranstaltung mehreren nationalen und internationalen Serien einen attraktiven und spannenden Rahmen bot. Neben der European Formula 3 Open und der Auto GP, die bereits bei einigen Rennwochenenden als Partner fungierten, wurden im Autodromo de Monza die Rennen zum Porsche Matmut Carrera Cup, der Trofeo Cadetti Formula Monza 1.2, des Campionato Italiano Prototipi und die Formula 2000 Light ausgetragen.
Nach Juli 2007, wo Freddy Kremer mit seinem Teamkollegen Konstantin Ioannidis den Pokal in der Ferrari-Wertung der GT3-Europameisterschaft entgegennehmen konnte, feierte der Starnberger an historischer Stätte einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere – das erste Podium in der Internationalen GT Open.
Freie Trainings & Qualifying
Dass Monza sich zu einem erfolgreichen Wochenende entwickeln sollte, zeichnete sich bereits in den freien Trainings ab. Kessel Racing hatte Freddy Kremer und seinem Teamkollegen Brian Lavio ein perfekt abgestimmtes Rennfahrzeug bereitgestellt und so konnte auch der leichte Regen das Duo nicht davon abhalten, auf Zeitenjagd zu gehen. Bereits im zweiten freien Training erzielte das Erfolgsduo die drittbeste Zeit mit 1:58.748 und war entsprechend motiviert für die beiden Zeittrainings am Samstag. Freddy Kremer erzielte mit 2,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze der GT3-Fahrer, Kessel-Racing-Fahrer Stefano Livio, Position sechs für das erste Rennen, Teamkollege Brian Lavio, nur eine Sekunde schneller, holte Startplatz 4 für das Rennen am Sonntag.
Rennen 1 & 2
Bei spätsommerlichen 23 Grad wurde am Samstag-Nachmittag das erste Rennen des Wochenendes gestartet. Im Getümmel der ersten Schikane verlor Freddy Kremer einen Platz und beharkte sich fortan mit dem Autorlando-Porsche von Thomas Gruber, welches einen lädierten Diffusor zur Folge hatte. Auf Platz 6 liegend gab Kremer nach 35 Minuten Rennzeit an den Tessiner Brian Lavio ab und dieser schickte sich an, durchs Feld zu pflügen. Acht Runden lang jagte er den Porsche von Jean Beaubelique auf dem 911 GT3R Porsche und knapperte Runde um Runde an dessen Vorsprung. Vier Runden vor Schluß ging Brian Lavio dann am Franzosen vorbei und sicherte sich und Teamkollege Freddy Kremer den dritten Platz und das erste Podium in der GT Open.
Die Kessel-Fahrer Stefano Livio und Lorenzo Bontempelli sowie der Monegasse Stephane Ortelli mit Jean-Philipe Dayraut komplettierten das GT3-Podium. Als weiteren Kessel-Erfolg wurde das Duo Philipp Peter /Michael Broniszewski als Dritte im GT2-Feld gewertet.
Äußerst entspannt kamen beide Piloten am Sonntag zur Rennstrecke, sichtbar motiviert den Erfolg vom Vortag zu wiederholen und womöglich noch zu toppen. Beide Fahrer hatten mit fast zeitgleichen schnellen Runden aufhorchen lassen und das Team war überzeugt, am Ende eventuell drei Kessel-Ferrari auf dem Podium zu sehen. Doch wiederum war es ein GT2-Fahrer aus dem CRS-Racing Team, der genau wie in Magny-Cours alle Hoffnungen zunichte machte. Brian Lavio, dem ein sensationeller Start gelungen war, wurde bereits an zweiter Stelle der GT3-Wertung gesichtet, als Chris Goodwin aus dem besagten englischen Ferrari-Rennstall den Tessiner äußerst unfair von der Strecke katapultierte. Mit schwerem Reifenschaden vorne rechts und Blessuren hinten rechts schleppte sich Brian Lavio noch zur Box, um Reifen zu wechseln, verlor aber zwei Runden und viel Zeit. Zeit, die auch Freddy Kremer nach dem offiziellen Boxenstopp nicht mehr einholen konnte. Mit einem noch akzeptablen achten Platz wurde das Duo noch in der TopTen gewertet.
Ein voller Erfolg wurde der Rennsonntag dann doch noch für das Kessel Racing Team und die zahlreich angereisten Gäste. Nach ihrem Sieg am Vortag genossen Livio/Bontempelli den zweiten Platz hinter ihren Kessel-Kollegen Niki Cadei und Marco Frezza sowie vor der Aston Martin Paarung Busnelli/Lancieri. Das GT2-Gespann Peter/Broniszewski mussten sein Rennen bereits in Runde 8 nach einem Ausfall des gelben Ferraris aufgeben.