ADAC GT MASTERS
Finale Sachsenring 19. – 21. September 2008
Das große Finale des ADAC GT Masters wurde in diesem Jahr auf dem Sachsenring ausgetragen. Der legendäre MotoGP-Kurs beherbergte am Wochenende über 200 Rennfahrzeuge, die in verschiedenen Serien an den Start gingen. Neben den ADAC GT Masters trugen ADAC Volkswagen Polo Cup, ADAC Procar, ADAC Formel Masters, ATS Formel 3 Cup, HAIGO Tourenwagen und HAIGO Formel sowie Porsche Classic Cup und BMW 325 Cup ihre Läufe aus – und das sowohl am Samstag als auch am Sonntag.
Insgesamt verfolgten 15.000 Zuschauer das Geschehen am Wochenende und auch die Presse war zahlreicher als sonst vertreten. Und das lag sicherlich nicht nur an Lokalmatator Ronny Melkus. Der Sohn der DDR-Rennsport-Legende Ulli Melkus war kurzfristig als Ersatz von Bob-Legende Wolfgang Hoppe an der Seite von Christoph Langen im Buchbinder-Porsche eingesprungen. Die Hauptakteure aber waren die Traumsportwagen des ADAC GT Masters und natürlich der spannende Titelkampf um die begehrte Trophäe der Meisterschaft.
Nur eineinhalb Stunden von seiner Heimat Stadtsteinach entfernt bewegte Freddy Kremer seinen Ferrari beim Freitagstraining zum ersten Mal auf dieser eigentlich für Motorradrennen ausgelegten Strecke und befand diesen als äusserst anspruchsvoll. Teamkollege Thomas Wille kam durchaus gut mit den schwierigen Streckenver-hältnissen zurecht, was sich auch in seiner Qualifyingzeit von 1:24.576 niederschlug und ihm den 15. Startplatz einbrachte. Allerdings kostete ihn seine auf „Maximum Attack“ ausgelegte Fahrweise den Diffusor im Heck und bescherte den Kessel-Mechanikern extra Schraubstunden. Freddy Kremers Fahrstil war mehr auf „Defensive Checking“ ausgelegt und sein 18. Startplatz war angesichts reihenweiser Ausritte der Konkurrenz ins Kiesbett sehr hoch einzustufen.
Rennen 1 am Samstag wurde bei trockenem Wetter gestartet und Kremer konnte direkt den Lamborghini von Marius Ritskes überholen. Zwei Runden später kämpfte Freddy Kremer auch den Porsche von Otto Dragoun nieder und wurde auf der 16. Position geführt. Der Lamborghini des Holländers kämpfte sich aber stetig heran und rang Kremer in der siebten Runde nieder. Kremer stabilisierte den 17. Platz im Verlauf seines Rennens und wurde bei Öffnung des Boxenstopp-Fensters bereits auf Position 15 geführt. Thomas Wille verbesserte sich nach dem Wechsel auf Rang 14, doch das Team konnte sich nicht lang darüber freuen. Eine Stop-and-Go-Strafe wurde von der Rennleitung wegen zu schnellen Boxenstopps verhängt. Platz 14 konnte zwar gehalten werden, aber Thomas Wille musste nochmals an die Box gerufen werden. In einer der zahlreichen Gelbphasen, ausgelöst durch verschiedene Dreher und Abflüge, war Wille seine schnellste Rennrunde unter Gelb gefahren und musste nochmals eine Strafe absitzen. Trotzdem reichte es am Ende noch für einen aus Teamsicht fantastischen 13. Platz.
Als Sieger wurden der Saarländer Christian Hohenadel aus Quierschied zusammen mit Frédéric Makowiecki im Aston Martin von Hexis Racing abgewunken und feierte nach einem starken Rennen auf dem Sachsenring seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. Es war gleichzeitig der Premieren-Triumph für die englische Sportwagenschmiede in der populären GT-Serie. Mit einem dritten Platz hinter dem Corvette-Duo Klaus Ludwig und Dominik Schwager vertagten die Tabellenzweiten Christopher Haase und Albert von Thurn und Taxis (Flatex-Reiter, Lamborghini) die Titelentscheidung auf das letzte Saisonrennen am Sonntag.
Starke Regenfälle am Sonntagmorgen ließen für den Rennverlauf nichts Gutes erahnen. Doch zum Mittag verzogen sich die Wolken und obwohl die Rennleitung das Rennen zum wet-race (Regen-rennen) deklarierte gingen alle Fahrer wegen der bereits abtrocknenden Strecke auf Slicks an den Start. Thomas Wille bot eine tolle Performance und kämpfte sich bis in Runde sechs auf den 12. Platz vor. Diesen verteidigte er mit schnellen Rundenzeiten bis zum Wechsel in der 30. Minute. Freddy Kremer kam an 13. Position liegend aus seiner ersten Runde zurück und nun ereilte auch ihn der Funkspruch zur Stop-und-Go-Strafe wegen zu schnellen Boxenstopps. Kurzfristig warf ihn der Besuch in der Box um zwei Plätze zurück, doch mit zum Rennende hin immer schnelleren Zeiten konnte er noch Rang 13 für das Ferrari Team herausfahren.
Ein sechster Platz im letzten Rennen der ADAC GT Masters-Saison 2008 reichte Tim Bergmeister (Mühlner Motorsport) zum Titelgewinn in der umkämpften Sportwagenserie. Der Sieg beim sonntäglichen Schlagabtausch auf dem Sachsenring ging an die niederländisch-russische Lamborghini-Kombination Peter Kox und Roman Rusinov, die damit ihrem Team Flatex-Reiter den Gewinn der Teamwertung bescherten. Das Podium beim Saisonabschluss komplettierten die Vortagssieger Christian Hohenadel und Frédéric Makowiecki im Aston Martin von Hexis Racing auf Platz zwei sowie Klaus Ludwig und Dominik Schwager in der Corvette von Callaway Competition.
Unsere Gäste am Sachsenring waren:
- Sponsor Albrecht Spindler und Gattin Annette von CWI und deren Gäste
- Getränkesponsor Michael Witzke von Coca Cola Nord-Ost
- Dejan Grasser mit Gattin Alexandra, Michael Lindemann mit Tochter Anna Pini von Skyter GmbH sowie Andreas Anastassatos von der Agentur Spicy
- Florian Fritsch und Gattin Corinna von der Fröschl GmbH
- Matthias Krauß, Vorstand der Krauß Event AG mit Gästen
- Familie Rieker aus Stadtsteinach
- Stefanie Meiner und Gäste
PREMIERE RACETRACK – DAS ADAC MAGAZIN
Sa, 27.09.2008 14:15 -15:00 (Wdh.)
Mo, 29.09.2008 18:30 -19:15 (Wdh.)
Mo, 29.09.2008 02:15 -03:00 (Wdh.)
SAISON-HIGHLIGHTS
So, 02.11.2008 16:00 -16:45
München, den 22. September 2008