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Rennbericht

Der Weg zum Nürburgring lohnte sich an diesem dritten Augustwochenende besonders für alle Sportwagen-Fans. Neben den spektakulären Sportprototypen und GTs der Le Mans Serie (LMS) gingen auch die bildschönen historischen Sportwagen der Classic Endurance Serie an den Start. Alles in allem bildeten sie einen würdigen Rahmen für den zweiten Auftritt des ADAC GT Masters in der Eifel.

Reichlich Action war vorprogrammiert, denn nicht nur der Titelkampf zwischen dem Lamborghini Team von Haase/Thurn und Taxis und dem Porsche von Tim Bergmeister schien spannend zu werden. Mit dem Gaststart von Altmeister Klaus Ludwig und Dominick Schwager in der Callaway Corvette hatte sich ein weiterer Gegner für die vorderen Plätze angemeldet. Konkurrenz kam auch aus den eigenen Reihen. Mit Nicki Cadei und Plamen Kralev kämpfte ein weiterer Kessel-Ferrari um Punkte. Die beiden GT3-Fahrer aus der FIA GT3 Europameisterschaft nutzten ihren Auftritt am Nürburgring als Test für ihren Einsatz beim Ferrari-Challenge Rennen im Oktober. Der dritte Kessel-Ferrari wurde vom schweizerischen Fahrerduo Stephane Jaggi und Leonhard Vernet gesteuert.

Freddy Kremer und Thomas Wille reisten hochmotiviert in die Eifel. Den Ergebnissen aus den letzten Rennen wollten sie unbedingt einen Top-Ten-Erfolg entgegensetzen. Angesichts der wiederum hohen Profi-Dichte kein leichtes Unterfangen. Die beiden freien Trainings am Freitag wurden bei bestem Wetter absolviert und gut genutzt für die Qualifying-Abstimmung am Samstagvormittag. Mit einer 2.04.114 qualifizierte sich Thomas Wille auf Position 15, im zweiten Qualifiying sicherte sich Freddy Kremer mit einer 2.03.900 die zehnte Startreihe.

Thomas Wille, der den Start des ersten Rennens am Samstag fuhr, rutschte in der ersten Runde in der Mercedeskurve auf dem Kühlwasser eines gestrandeten Konkurrenten aus und verlor einige Plätze. Doch durch eine beherzte Aufholjagd schnappte er sich zunächst den Porsche von Christopher Mies und dann den Lamborghini von Rainer Stiefel. An 10. Stelle liegend übergab er bei einem vom Team super getimten Boxstopp das Cockpit an Freddy Kremer. Dieser fuhr nun in der Gruppe der Profifahrer und musste sich mit aller Kraft gegen die Übermacht der alten Hasen wehren. Erschwerend kam hinzu, dass Startfahrer Wille bei seiner Aufholjagd die Reifen nicht gerade geschont hatte und dies nun zu einem massiven Übersteuern führte. Schlussendlich musste sich Kremer der Übermacht der Profifahrer beugen und konnte nur den 13. Platz nach Hause fahren.

Renn-Routinier Klaus Ludwig und Dominik Schwager waren im ersten Rennen das Maß aller Dinge und fuhren einem ungefährdeten Start-Ziel entgegen. Für eine Überraschung sorgten das italienisch/bulgarische Ferrari-Duo Cadei/Kralev, die nach einem munteren Ringen um die Podestplätze schließlich auf Platz 2 einliefen. Dritte wurden die 18-jährigen Tschechen Matzke und Skula auf der MM-Racing Corvette.

Im zweiten Rennen am Sonntagmorgen ging Startfahrer Kremer von der 19. Position aus ins Rennen. Mit kontinuierlichen Rundenzeiten und seiner besonnen Fahrweise konnte er sich aus allen Scharmützel um die Positionen heraushalten und sich auf Position 13 vorkämpfen. Auch diesmal wurde der Ferrari in der Box in Rekordzeit abgefertigt, doch ein Problem mit dem Anlasser machte eine weitere Aufholjagd von Thomas Wille unmöglich. Nach einer kurzen Standzeit konnte das Problem zwar behoben werden, doch der Liechtensteiner verlor dadurch drei Runden und wurde trotz einer tadellosen Leistung und spannenden Überholmanövern im zweiten Stint nur mit Platz 19 belohnt.

Auch im zweiten Eifel-Wettstreit war das Duo Ludwig/Schwager nicht zu schlagen. Ihre Corvette dominierte auch das Geschehen im zweiten Rennen des ADAC GT-Wochenendes. Verdiente Zweite nach ihrem schwarzen Wochenende am Norisring wurden Harald Becker und Frank Kechele im ARGO-Lamborghini, dicht gefolgt vom Schwester-Auto mit Sebastian Asch und Frank Schmickler. Noch mehr Pech als die beiden Ferrari-Stammfahrer Wille/Kremer hatten die beiden Gast-Ferrari-Fahrer Kralev/Cadei. Ihre Hoffnungen auf einen zweiten Podestplatz an diesem Wochenende platzen jäh, als einer der Hexis-Aston-Martin mit Christian Hohenadel an Board den Ferrari von der Strecke drängte. Nach einem kurzen Ausritt ins Kiesbett und einer Rückkehr auf die Strecke mußte Nicki Cadei sein Arbeitsgerät aber dann doch am Streckenrand abstellen.

Für die Gäste des Kremer Racing Teams hatte sich der Ausflug in die Eifel allemal gelohnt. Mit Sonnenschein und für den Nürburgring recht hohen Temperaturen wurden belohnt:
Dejan Grasser und Gattin sowie Michael Lindemann von Skyter GmbHDie Gäste von Sponsor CWI: Rolf Kombüchen, Helena Krella, Mürsel Bingöl, Christian Thiele, Sami Alctuentas und Markus WeihermüllerJörg Kopp von Ananda Immobilien Ltd & Co. KGCarsten und Ute StruweFlorian Fritsch, Fröschl GmbHChristine Prechsl, Stefan Dellinger und Julian Haase von der Natenco GmbHJeanette Bieger von JB EventsSalvatore Ricotta von Carclass mit den Gästen Janina Künzel und Alice Stahl von der Gothaer Versicherung, Rolf Bauschmann und Kai Hammelmann-Stolz von Generali VersicherungenSebastian Stahl und sein Gast Andreas Müller